Double Dutch

Die englischen Wörter „booze“ (ugs. „alkoholisches Getränk“ bzw. als Verb „trinken“), „gin“ (Gin – das alkoholische Getränk) und „brandy“ (Weinbrand) entstammen der mittelniederländischen (ca. 1150 bis 1500) bzw. niederländischen Sprache.

„to booze“ leitet sich von dem mittelniederländischen Begriff „busen“ ab (schweres Trinken, saufen). „Gin“ ist die abgekürzte Form von „Genever“ und „brandy“ kommt von „brandewijn“ (17. Jh.).

* double Dutch ist das englische Pendant zu „Kauderwelsch“, d.h. etwas Unverständliches

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Cut the mustard

Cut the mustard

„Cut the mustard“ (wörtlich „den Senf schneiden“) bedeutet „den Anforderungen entsprechen“, „es bringen“, „etwas gut machen“.

Beispiel: „I didn’t cut the mustard as a rugby player.“

Herkunft: „mustard“ (Senf bzw. Senf-Pflanze) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für etwas, das besonders gut oder gelungen ist. „I’m the mustard in the salad“. Das Wort „cut“ (etwas schneiden) weist auf den Vorgang der Pflanzenernte hin, d.h. die besten Pflanzen auswählen.

 

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Falscher Freund

Auf linguistischer Ebene handelt es sich bei falschen Freunden um Wörter, die in mehreren Sprachen in gleicher oder ähnlicher Form vorkommen, sich jedoch in ihrer Bedeutung unterscheiden.

Beispiele Englisch/Deutsch:

actual <> aktuell … englische Bedeutung „tatsächlich“
gift <> Gift … englische Bedeutung „Geschenk“, „Gabe“, „Talent“

Leider kommt es dadurch immer wieder zu fehlerhaften Übersetzungen, insbesondere wenn die Nuancen der Ziel- bzw. Quellsprache nicht bekannt sind. So wird beispielsweise die Aussage „Wir bieten Ihnen erstklassige Perspektiven“ häufig mit „We can offer you excellent perspectives“ übersetzt. Korrekt wäre hier „We can offer you excellent prospects“ (oder opportunities). Im Englischen ist „perspective“ wie folgt definiert:

1. A particular attitude towards sth

2. The ability to think about problems and decisions in a reasonable way without exaggerating their importance

3. The art of creating an effect of depth and distance in a picture

4. A view, especially one in which you can see far into the distance

Im Englischen wird „perspective“ somit nie für „opportunity“ verwendet. Genau das ist jedoch im Deutschen gemeint (Aussicht, Chance, Gelegenheit). „We can offer you excellent perspectives“ ergibt somit keinerlei Sinn. Problem: Selbst muttersprachige Übersetzer verwenden häufig diese fehlerhafte Formulierung.

Weitere Problembereiche:

wobei <> whereby
konsequent <> consequent

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Trip the light fantastic

Trip the light fantastic
dance nimbly – mit Leichtigkeit tanzen (hum./scherzh.): bezieht sich hauptsächlich auf Standardtänze

Herkunft: aus dem Gedicht L’Allegro von John Milton (1645)

Come, and trip it as ye go,
On the light fantastick toe.
And in thy right hand lead with thee,
The Mountain Nymph, sweet Liberty;
Allerdings findet man einen ähnlichen Ausdruck in The Tempest (William Shakespeare, um 1611):
Before you can say come, and goe,
And breathe twice; and cry, so, so:
Each one tripping on his Toe,
Will be here with mop, and mowe.

to „trip“ (als Verb im Englischen heute in der Regel für „stolpern“ verwendet) leitet sich aus dem Altfranzösischen (triper) bzw. aus dem Mittelniederländischen (trippen = hüpfen, springen, hopsen) ab

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Slip

slip (Verb)
(aus)rutschen, lösen
Das Wort „slip“ nimmt allerdings in Verbindung mit anderen Wörtern bzw. Präpositionen eine andere Bedeutung an.

Beispiele:
let slip something (Idiom)
to give somebody information that is supposed to be secret: I let it slip that she had given me 300 euros.

slip your mind
forget something or forget to do something

slip through the net
fail to find something or deal with something: We tried to contact all our customers, but one or two slipped through the net.

slip away (Phrasal Verb)
to stop existing; to disappear or die: She felt life slipping away. Their support slipped away.

slip out
say something without intending to: I’m sorry I said that. It just slipped out.

slip up
to make a careless mistake: Liverpool cannot afford to slip up in today’s match against Tottenham.

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Kollokation

Kollokation
Hierbei handelt es sich um die inhaltliche Kombinierbarkeit sprachlicher Einheiten, z.B. ein „dickes Buch“, aber nicht ein „dickes Haus“. Das Problem für Nichtmuttersprachler: die Kombinierbarkeit unterliegt keinen allgemeinen Regeln. Ein Muttersprachler erlernt die korrekte Wortwahl in seiner Kindheit bzw. im Laufe seines Lebens.

Beispiel: „Stark“. Im Wörterbuch finden Sie: powerful, strong, heavy, large, violent, great, considerable u.a.

Diese Begriffe sind allerdings nicht beliebig austauschbar. Nehmen wir beispielsweise den Ausdruck „strong tea“ (ein starker bzw. kräftiger Tee). Als Muttersprachler würden wir nie „heavy tea“ oder „powerful tea“ verwenden.

Weitere Beispiele: man kann zwar „very tired“ sein, aber nicht „very awake“. A „big mistake“ ist durchaus möglich, jedoch nicht a „large mistake“. Kann man einen Mann als „beautiful“, „handsome“ oder „pretty“ bezeichnen? Grundsätzlich ja, doch die Bedeutung ist in diesen Fällen nicht identisch. „Bystanders“ sind in der Regel „innocent“, während „consequences“ häufig „far-reaching“ sind. Man verwendet häufig „cautiously optimistic“ und „habitual liar“. „The fast train“ (nicht „the quick train“), aber „a quick shower“ (nicht „a fast shower“). Diese Wörter „passen“ einfach zusammen – das ist Kollokation.

In diesem Zusammenhang bilden auch die so genannten „siamesischen Zwillinge“ ein wichtiges Element der englischen Sprache. Diese werden durch ein „and“ bzw. „oder“ miteinander verbunden:
„bits and bobs“
„bits and pieces“
„leaps and bounds“
„betwixt and between“
„rant and rave“
„chop and change“
„odds and ends“
„cut and thrust“
„hit and miss“
„by hook or by crook“

Zusammenfassung:
Kollokation ist ein wesentlicher Bestandteil der englischen Sprache. Ein Aneinanderreihen beliebiger Wörter – z.B. aus dem Wörterbuch – wird in seltesten Fällen zum Erfolg führen. Als Muttersprachler verlässt man sich auf sein Sprachgefühl und auf das über Jahrzehnte angeeignete Wissen. Ein Regelwerk existiert nicht.

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Doolally

Mad, crazy, nuts, batty, bonkers, dotty, cuckoo, crackers, barking, loopy, loony, bananas, dippy – die „verrückte“ Welt der englischen Sprache. Besondes schön: „doolally“. Doolally ist Armee-Slang. Die Briten erwarben einst in Deolali (Indien) ein Militärsanatorium. Dort wurden Soldaten untergebracht, die man für untauglich hielt und die mit dem nächsten Truppenschiff nach England zurückkehren sollten. Das konnte allerdings einige Monate dauern. Einige der dort untergebrachten Soldaten eigneten sich in dieser Zeit „verrückte“ Eigenarten an. „Oh, he’s got the Doo-lally tap“ hieß es dann. „Tap“ (Urdu) bedeutet soviel wie „Fieber“. So entstand schließlich der Ausdruck „doolally“.

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Posh

Posh
DE: nobel, vornehm, fein (in England in der Regel auf der Grundlage des Akzents bzw. der Herkunft und schulischen Ausbildung)

Das umgangssprachliche Wort „posh“ entstand angeblich zur Zeit des britischen Kolonialismus, als wohlhabende Passagiere der P&O-Schifffahrtsgesellschaft ihre Reise zwischen England und Indien „POSH“ buchten: „Port Outward Starboard Homeward“, d.h. „Backbord Hin, Steuerbord Zurück“. Hiermit wollten sie sich die kühleren Kabinen sichern, da die der Sonne zugewandte Seite des Schiffs während der Überquerung des Indischen Ozeans oft unerträglich heiß wurde.

Diese recht schöne Entstehungsgeschichte ist allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach unzutreffend. Vielmehr nimmt man heute an, dass das Wort aus dem englischen Slang für „dandy“ hervorging.

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