Serial Comma (Oxford Comma)

Verwendung des Kommazeichens bei Aufzählungen (in der Regel in Verbindung mit and, or, nor). Es handelt sich lediglich um eine „Kann-Regel“. Oxford University Press verwendet diese Form bereits seit mehr als 100 Jahren, daher die Bezeichnung „Oxford Comma“. Die Regel findet allerdings auch bei anderen Verlagshäusern (oft auch in den USA) Anwendung.

Beispiel:

OHNE SERIAL COMMA – Spain, Italy and France

MIT SERIAL COMMA – Spain, Italy, and France

 

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Plural und Apostroph

Plural

Im Englischen verwendet man keinen Apostroph, um eine Pluralform darzustellen. Die Mehrzahl von „video“ ist somit „videos“, nicht „video’s“ (die als „greengrocer’s apostrophe“ verpönte Schreibweise). Namen, Abkürzungen und Zahlen werden somit wie folgt dargestellt:

the Joneses, CDs, SUVs, the 1990s

Ein Apostroph kann allerdings gesetzt werden, um die tatsächliche Bedeutung eines Wortes deutlicher zu machen, z.B. wenn Buchstaben oder Symbole als Objekte dargestellt werden:

dot the i’s and cross the t’s (idiomatischer Ausdruck)

she can’t tell her M’s from her N’s (idiomatischer Ausdruck)

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yet

Verwendung von „have yet“

We have yet to decide what action to take = We have not yet decided what action to take

We have yet to see any improvement = We have not seen any improvement yet

 

Verwendung von „as yet“

An as yet unpublished report

as yet = until now or until a particular time in the past

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„a“ und „an“

a/an

Vor einem normalen Vokal oder Diphthong (Doppellaut oder „gliding vowel“) erscheint der unbestimmte Artikel „an“. Beispiel: an actor, an eagle, an illness, an uncle.

Vor einen Konsonanten steht in der Regel der unbestimmte Artikel „a“. Beispiel: a book, a house.

Achtung: Die Aussprache entscheidet!

Vor einer Silbe, die in der schriftlichen Form mit einem Vokal beginnt aber konsonantisch gesprochen wird, erscheint der unbestimmte Artikel „a“. Beispiel: a unit, a eulogy – hier wird das „u“ in „unit“ wie „you“ gesprochen (ebenfalls das „eu“ in eulogy).

Bei einem stillen „h“ wird „an“ verwendet. Beispiel: an hour, an honour

Uneinigkeit besteht hinsichtlich der Vorgehensweise bei H-Wörtern, bei denen die erste Silbe unbetont ist. Im modernen Sprachgebrauch verwendet man hier allerdings ein „a“. Beispiel: a historical statt an historical. An hotel beispielsweise gilt heute als altmodisch.

a/an bei Abkürzungen

Bei Einzelbuchstaben bzw. Buchstabengruppen entscheidet die Aussprache: a KLM flight (kei), an FA cup final (ef), an SUV (es), an NUC decision (en).

Bei Akronymen, die mit einem Konsonanten beginnen, verwendet man allerdings das „a“, z.B. a NATO decision (NATO wird wie ein Wort ausgesprochen).

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Kollokation

Kollokation
Hierbei handelt es sich um die inhaltliche Kombinierbarkeit sprachlicher Einheiten, z.B. ein „dickes Buch“, aber nicht ein „dickes Haus“. Das Problem für Nichtmuttersprachler: die Kombinierbarkeit unterliegt keinen allgemeinen Regeln. Ein Muttersprachler erlernt die korrekte Wortwahl in seiner Kindheit bzw. im Laufe seines Lebens.

Beispiel: „Stark“. Im Wörterbuch finden Sie: powerful, strong, heavy, large, violent, great, considerable u.a.

Diese Begriffe sind allerdings nicht beliebig austauschbar. Nehmen wir beispielsweise den Ausdruck „strong tea“ (ein starker bzw. kräftiger Tee). Als Muttersprachler würden wir nie „heavy tea“ oder „powerful tea“ verwenden.

Weitere Beispiele: man kann zwar „very tired“ sein, aber nicht „very awake“. A „big mistake“ ist durchaus möglich, jedoch nicht a „large mistake“. Kann man einen Mann als „beautiful“, „handsome“ oder „pretty“ bezeichnen? Grundsätzlich ja, doch die Bedeutung ist in diesen Fällen nicht identisch. „Bystanders“ sind in der Regel „innocent“, während „consequences“ häufig „far-reaching“ sind. Man verwendet häufig „cautiously optimistic“ und „habitual liar“. „The fast train“ (nicht „the quick train“), aber „a quick shower“ (nicht „a fast shower“). Diese Wörter „passen“ einfach zusammen – das ist Kollokation.

In diesem Zusammenhang bilden auch die so genannten „siamesischen Zwillinge“ ein wichtiges Element der englischen Sprache. Diese werden durch ein „and“ bzw. „oder“ miteinander verbunden:
„bits and bobs“
„bits and pieces“
„leaps and bounds“
„betwixt and between“
„rant and rave“
„chop and change“
„odds and ends“
„cut and thrust“
„hit and miss“
„by hook or by crook“

Zusammenfassung:
Kollokation ist ein wesentlicher Bestandteil der englischen Sprache. Ein Aneinanderreihen beliebiger Wörter – z.B. aus dem Wörterbuch – wird in seltesten Fällen zum Erfolg führen. Als Muttersprachler verlässt man sich auf sein Sprachgefühl und auf das über Jahrzehnte angeeignete Wissen. Ein Regelwerk existiert nicht.

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Little sign of improvement

Little

„The housing market continues to show little sign of improvement, according to the latest statistics from the Bank of England.“

„Figures out today show that GDP has expanded by 2.5% in the third quarter of this year, but the housing market and many businesses are showing little sign of improvement.“

Das Wort „little“ (determiner, pronoun) wird in diesem Fall in Verbindung mit unzählbaren Substantiven verwendet. Bedeutung: „not much“, „hardly anything“.

Beispiele:
„There was little doubt in my mind.“
„Students have little choice in the matter.“
„I understood little of what they said.“

Es bedeutet NICHT „etwas“ bzw. „ein wenig“.

Im Gegensatz hierzu verwenden wir „a little“ im Sinne von „a small amount“ bzw. „some“.

Beispiele:
„I’ve only read a little of the book so far.“
„Could you give me a little milk?“

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Kurz-Grammatik

Vorsicht, Grammatik! Die englische Grammatik enthält einige Fallstricke, die gerade bei deutschen Sprechern oftmals für Verwirrung sorgen. Hier möchten wir auf die Verwendung von Zeit und Tempus eingehen.

Present continuous (I am doing)
Das present continuous (auch present progressive genannt) wird verwendet, um auszudrücken, dass

  1. etwas im Augenblick des Sprechens oder Schreibens noch nicht abgeschlossen ist,
  2. eine Handlung, die noch nicht abgeschlossen ist, für kürzere oder längere Zeit unterbrochen wurde,
  3. etwas wiederholt geschieht, aber nur innerhalb eines begrenzten Zeitraums,
  4. etwas Zukünftiges konkret geplant, vereinbart oder beschlossen ist,
  5. etwas immer wieder, jedoch nicht regelmäßig vorkommt (mit „always“).

Beispiele:

  1. Peter is busy. He is organising a press conference.
  2. Hi Craig. I can’t help you at the moment. I am organising a press conference.
  3. Peter usually handles our PR, but just for this week he is managing our trainee programme.
  4. Sorry, I can’t see you tonight. I am meeting John. I have just spoken to him.
  5. Peter is always giving his wife flowers. („immer wieder einmal“)

Present simple (I do)
Das present simple (auch simple present genannt) wird wie folgt verwendet:

  1. um auszudrücken, was jemand gewohnheitsmäßig, oft oder nie tut („I often travel to London.“),
  2. um zu beschreiben, was jemand beruflich bzw. in seiner Freizeit tut („Daniel Carter plays for the All Blacks.“),
  3. um Dauerzustände auszudrücken („Levin lies north of Wellington.“),
  4. um über einen Text etc. zu sprechen („This newspaper article deals with the earthquake disaster.“)
  5. um auszudrücken, dass ein zukünftiges Geschehen bereits festgelegt ist („The summer term begins on 1st June.“)
  6. um in Gliedsätzen mit if, when etc. ein zukünftiges Geschehen auszudrücken, wenn sich der Zukunftsbezug aus dem Hauptsatz ergibt („If it rains tomorrow, we’ll stay at home instead of going to the park.“)
  7. in kurzen Sätzen wie „Here comes the bus“ oder „There goes your last train“, obwohl hier eine Handlung beschrieben wird, die „im Verlauf“ ist.

Im Englischen NICHT möglich:
Gut, ich gehe jetzt / I go now KORREKT: Okay, I’m going now
Er übernimmt die Funktion des Marketing Managers / He takes on the role of Marketing Manager KORREKT: He will take on the role of Marketing Manager

Past simple (I did)
Das past simple (auch simple past genannt) wird verwendet, um auszudrücken, wann etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt der Vergangenheit oder in einem in der Vergangenheit abgeschlossenen Zeitraum geschah.
Beispiel:
Wolfgang Amadeus Mozart was an Austrian musician and composer. He lived from 1756 to 1791.

Present perfect (I have done)
Das present perfect wird wie folgt verwendet:

  1. um auszudrücken, dass etwas vor dem Zeitpunkt des Sprechens geschehen/nicht geschehen ist. Dabei wird es häufig eingesetzt, um auszudrücken, dass aus dem vorliegenden Ergebnis bestimmte Folgerungen gezogen werden können. Beispiel: I have read the paper. You can have it if you like.
  2. um auszudrücken, dass sich etwas einmal, mehrmals oder nie vor dem Zeitpunkt des Sprechens oder in einem noch andauernden Zeitraum ereignet hat. Beispiel: It is 11 a.m. Peter has written six letters this morning. (Der Vormittag ist noch nicht zu Ende.)

Achtung! Im Englischen verwenden wir bei abgeschlossenen Handlungen die Vergangenheitsform „past simple“, während man im Deutschen oft die Perfektform verwendet. Im Englischen ist eine direkte „Übersetzung“ der deutschen Perfektform in das englische „present perfect“ häufig falsch.

Beispiel:
Ich habe ihn gestern zur Schule gefahren / I have driven him to school yesterday KORREKT: I drove him to school yesterday (d.h. present simple). Einfacher ist es, wenn Sie sich den Satz im Deutschen so vorstellen: „Ich fuhr ihn gestern zur Schule.“

Darüber hinaus verwenden wir im Englischen noch weitere Formen, z.B. „present perfect progressive“ (She has been learning English for six years now), „past progressive“ (At 8 a.m. we were still waiting for Peter), „past perfect progressive“ (We had been walking for ten minutes when it began to rain) und mehrere Futur-Formen (will, going to, future progressive, future perfect). Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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